Es gibt viel zu erzählen denke ich.. Ich wurde gestern vor zwei wochen entgültig entlassen. War anfangs ziemlich furchbar weil ich nichts tun konnte, einfach nur rumsaß und der Gedanken, dass das Leben es nicht wert ist gelebt zu werden sich in meinem Kopf wieder einmal gefestigt hat. Ich hab Angst davor gehabt wieder allein zu sein, allein ein Zimmer zu bewohnen, ohne jemanden bei mir, den ich notfalls wecken kann, ohne P., ohne J. ohne K, ohne L. und ohne M. Ich war so traurig sie einfach alle zu verlassen. und es tat weh, so unglaublich weh. Mein Körper sperrte sich gegen essen, was er im übrigen immernoch tut. Allerdings werde ich durch meine 'geliebten' Stimmen gezwungen zu essen, indem sie rauskommen und meinen Körper übernehmen. Ich hab zu diesen Zeitpunkten keine Kontrolle über ihn, ich spüre wie ich mich bewege, wie ich Dinge sage, aber kann es nicht steuern und ich hab Angst davor, diese Kontrolle zu verlieren. ich fühl mich teilweise so kaputt und andererseits plötzlich so glücklich, wenn ich merke was für tolle Menschen ich um mich habe; J, N, M, M und solche Leute. Leute die mich nicht aufgegeben haben, obwohl ich mich während der 9 Wochen in der Klinik nicht aufraffen konnte ihnen zu schreiben oder zu antworten; sie waren trotzdem jetzt da ! und dafür liebe ich sie; wirklich sehr. Es gibt einige die mich deswegen aufgegeben haben, aufgehört haben sich an mich zu erinnern. Ich habe Angst zuzeit, ich merke, dass alles oft sehr schwer ist und ich einiges nicht alleine schaffe, ich weiß auch, dass ich Tage habe, an denen ich einfach nicht mehr kann, an denen ich merke, dass ich an den Dingen zerbreche und andere Tage an denen ich denke, dass ich es schaffen kann, schaffen kann zusammen mit den Leuten die hinter mir stehen und für mich da sind.
Ich weiß, dass ich einiges nicht schaffen kann, bzw. schlecht alleine schaffen kann, beispielsweise mit dem Arbeiter vom Jugendamt reden. Ihm erzählen, was zuhause alles passiert ist. Ihm von den Schlägen erzählen, den Worten, den Schreien, dem gegensätzlichen Verhalten meiner Mutter und einfach wie es mir dort ging. Wie hin und her gerissen ich dort war, wie viel Angst ich vor vielen Dingen habe und hatte, weil ich Angst davor habe, dass meine Mutter plötzlich zurückkommt und mich dafür bestraft Dinge getan zu haben, die ich eigentlich bei ihr nicht durfte; beispielweise Hunde zu streichen, Kontakt zu kranken Menschen zu haben und ähnliches. Ich habe Angst vor meiner Mutter, vor ihren Worten und davor, dass sie es vielleicht schaffen könnte mich zurückzuholen, weil dann könnte ich wirklich nicht mehr weiterleben, zurück zu meiner Mutter zu gehn wäre mein sicherer Tod.


Ich vermisse dich sehr. <3 Und wenn du magst, begleite ich dich gerne zu der Jugendamtsmitarbeiterin. (:
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