Es ist viel zu viel passiert in dem knappen Jahr, dass ich jetzt nichts mehr geschrieben habe. Viel zu viel.
An manchen Tagen bin ich fast schon glücklich, weil ich endlich Zeit habe zu leben. Wirklich zu leben.
Ich bin jetzt seit ca. März in einer Art Heim. Es ist allerdings nicht so aufgebaut, dass die Betreuer wechseln. Sondern in einem Haus, sind immer die selben Betreuer. Ich beginne langsam wieder zu vertrauen, nicht allen Leuten aber so 2,3 Leuten schon. Ich rede mit ihnen über meine Probleme. Über das was in meinem Kopf vorgeht. Und es tut weh über alles was passiert ist nachzudenken.
Es ist soviel passiert...
Ich trinke nicht, da ich ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht habe mittlerweile.. Jungfräulichkeit verloren.. werde in H. mittlerweile von einigen Leuten daher als Schlampe angesehen.. Es tut einfach weh. Ich hatte nie auch nur ansatzweise Erfahrungen mit etwas "realem". Mittlerweile weiß ich nicht einmal ob ich jemals so etwas wie eine Beziehung haben will. Einfach... Mir macht Nähe solche Angst, zumindest diese Art von Nähe.. und ganz ehrlich, was sollte einem Jungen an einem hässlichen, fetten Mädchen gefallen, dass ihn nicht einmal wirklich küssen will, sondern nur kuscheln möchte?
Mein Problem zurzeit ist nur einfach, ich habe mich verliebt.. Sagen zumindestens alle die hören, wie ic über diesen einen Jungen rede... und einer der "Betreuer" aus dem Heim ist der festen Überzeugung, dass dieser Junge ebenfalls eine Auge auf mich geworfen hätte... Aber wieso sollte dieser Typ das? Ich bin es nicht wert geliebt zu werden und ich werde es glaube ich auch niemals sein.
Ich meine, fett, hässlich, ängstlich und einfach nur panisch. Was sollte man von so etwas wollen?
Zurzeit geht mir so viel durch den Kopf, alles aus der Vergangenheit und ich hab solche Angst meinen Abschluss zu machen. 10. Klasse Realschule. Wie soll ich das alles packen?
Auch das Thema meiner Präsentationsprüfung, Borderline, nicht mehr sehr mit, einfach weil keine Ahnung, ich weiß nicht wieso genau.
Ist es seltsam einerseits glücklich zu sein, andererseits sich so tot zu fühlen, innerlich, dass man sich am liebsten die Kugel geben würde?